Große Stadtschule
"Geschwister-Scholl-Gymnasium"

Ganztagsschule
Hansestadt Wismar
 

Cказка... Oder auch Märchen

Dies ist der Name, der Naturhöhle in die wir uns gerade versuchen reinzuzwängen. Sie befindet sich in Baschkortostan (Russland), nahe dem Fluss Belaja.

Ein Märchen, das war auch unsere Fahrt nach Russland - mit guten und natürlich auch schlechten Seiten. Zugegeben, als wir in Kaliningrad gelandet sind, um von dort nach Ufa weiterzufliegen, haben wir auf viel Sonnenschein gehofft, erwartet hat uns allerdings Platzregen und der Weiterflug nach Tscheljabinsk, von wo wir uns nach einiger Zeit doch noch auf den Weg nach Ufa gemacht haben. Dort angekommen wurden wir von den russischen Schülern und Lehrern bereits erwartet. Nach einer kleinen Erholungspause ging schon die Stadtführung durch Ufa, die Hauptstadt der Republik Baschkortostan, los. Zu sehen gab es viel und auch viel Gegensätzliches: heruntergekommene Hütten vor imposanten Denkmälern, große Einkaufszentren, den typischen Basar, moderne Regierungsgebäude neben traditionsreichen Jurten. Neben all diesen Gegensätzen hat diese Stadt aber noch viel mehr zu bieten und das ist vor allem Platz. Ufa hat über eine Million Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von 1374 Einw. pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: in Berlin beträgt die Bevölkerungsdichte fast das Dreifache.

Unsere Schritte sind zögerlich, unsere Sinne geschärft, zu groß ist die Gefahr, dass wir auf dem matschigen Boden der Höhle ausrutschen. Wir scheinen uns auf dem Weg in eine andere Welt zu befinden. Eine Welt, in der Dunkelheit und Stille regieren.

Im Schritttempo verlief auch unsere Kanutour. Nach einer kurzen Busfahrt wurden wir zusammen mit unserem Gepäck am Ufer des Flusses Belaja abgeladen. Doch dort sollten wir nicht lange bleiben: nachdem wir unser Gepäck mit Mühe und Not auf den Kanus verstaut hatten, ging unsere Flussreise los. Drei Tage und Nächte ging unser Abenteuer durch die wunderschöne Natur Russlands. Wenn wir uns auf dem Wasser befanden, bot sich uns ein wunderschönes Bild: Der Fluss, der sich durch die Landschaft schlängelte, gesäumt von mächtigen Klippen und undurchdringbaren Wäldern. Weiße Birken erhellten das graue Gestein. Wunderschöne Libellen waren unsere Begleiter. In kleinen Grüppchen ließen wir uns vom Wasser und von verträumten Gitarrenakkorden treiben. Am Abend schlugen wir unser Lager dann am Flussufer auf, erkundeten die Umgebung und entspannten am flackernden Lagerfeuer… um uns danach erschöpft in unsere Schlafsäcke zu kuscheln.


Das Mineralreiche Wasser, dass sich seinen Weg durch das Gestein der Höhle gekämpft hat, hinterlässt wunderschöne Muster, sie leuchten in hellen Orange- und Cremetönen. Wie Pfade führen sie uns in verschiedene Abschnitte der Höhle.

So wie das Wasser hat sich jeder einzelne von uns seinen Pfad durch das Abenteuer Russland gekämpft. Manchmal war es schwer, manchmal einfach. Doch es hat sich gelohnt: wir durften das Land und seine Kultur hautnah erleben, in die raue überlebensstarke und gleichzeitig auch so zarte und empfindliche Natur Russlands eintauchen und neue Freundschaften schließen.

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