Fachbereich Englisch

Anzahl der Lehrer: 7
Herr Buhrke, Frau Hocke, Frau Jensch, Frau Klawitter,
Frau Karsten, Frau Pursch, Frau Schiewe

Ein Wort an die Eltern zukünftiger Schüler der Großen Stadtschule "Geschwister Scholl-Gymnasium":
Was erwartet Ihr Kind im Fach Englisch und überhaupt?
Zwei grundlegende Fragen bewegen die Eltern beim Übergang ihrer Kinder in eine andere Schulart:
1. Wird mein Kind die fachlichen Anforderungen erfüllen können?
2. Wie verkraftet mein Kind den Übergang von der familiären Grundschule in das leistungsorientierte Gymnasium?


Natürlich gestaltet sich der Übergang in die nächst höhere Schulart für jedes Kind subjektiv sehr unterschiedlich. Dennoch sind einige Verallgemeinerungen aus Sicht der Sprach- und Klassenlehrer unseres Fachbereichs zulässig:
Ihre Kinder haben seit der Klasse 3 bereits spielerisch Englisch gelernt und sind in der Orientierungsstufe alle nach einem einheitlichen Lehrwerk unterrichtet worden. So können alle von gleichen Voraussetzungen ausgehen, gleichzeitig bieten wir aber auch die Möglichkeit für besonders pfiffige Kinder, ihre bereits vorhandenen Kenntnisse in den Unterricht einzubringen und so den Erkenntnisprozess der gesamten Gruppe voranzutreiben.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, Sprachkenntnisse auch im bilingualen Unterricht im Fach Geographie zu erweitern.

Wir knüpfen in Klasse 7 an die Orientierungsstufe an und greifen erlernte Kompetenzen in unserem Unterricht auf. Dazu haben wir besonders günstige Bedingungen, da wir mit dem neuen Lehrwerk von Cornelsen arbeiten, das zahlreiche Lieder und interaktive Übungen anbietet.

In Übereinstimmung mit den Rahmenrichtlinien bietet das Lehrbuch zahlreiche Möglichkeiten zur Entwicklung von Kompetenzen und zum Lernen mit allen Sinnen (Kopf, Herz und Hand). Die einzelnen Lektionen sind so aufgebaut, dass sie Fachwissen vermitteln und vielfältige Übungen zum Könnenserwerb anbieten, die mit Sprachspielen und Aktivitäten gekoppelt sind. Wiederholungsaufgaben sorgen dafür, das Fachwissen verfügbar zu halten.
Zur Entwicklung der Methodenkompetenz leistet das vorliegende Lehrwerk einen nicht zu unterschätzenden Beitrag. Die Fülle des dargebotenen Stoffes zwingt die Schüler, sich einen rationellen Lernstil anzueignen, Hilfen zur Entwicklung von Lernstrategien werden explizit formuliert. Die Schüler werden angeregt, unterschiedliche Arbeitstechniken sachbezogen und situationsgerecht anzuwenden. Das im Lehrwerk angeregte Anlegen eines "Dossiers" fördert die strukturierte Präsentation von Ergebnissen bzw. Erkenntnissen im spezifischen Kontext.
Obwohl die Hauptverantwortung zur Entwicklung von Selbst- und Sozialkompetenz bei Lernern und Lehrern liegt, bietet das Lehrbuch auch in diesem Bereich wertvolle Impulse, die insbesondere im Bereich der Partner und Teamarbeit von Lehrern und Lernern aufgegriffen werden können.
Die oben beschriebenen Lernstrategien können von den Schülern auch fächerübergreifend genutzt werden, bei entsprechender Verinnerlichung werden sie den Schülern helfen, ihre eigenen Lernstrategien zu erkennen und zu entwickeln. Projekte, Aktivitäten, Spiele und anzufertigende Poster, Wandzeitungen etc. stehen im Einklang mit der Forderung nach praxisorientiertem Unterricht. Das Lehrbuch bietet eine Vielzahl und Vielfalt an Impulsen für Partner- und Gruppenarbeiten an, die Raum für Diskussionen eröffnen und die Sozialkompetenz der Schüler entwickeln sollen. Die betreffenden Spiele bergen ein hohes Begeisterungspotential für die Zielgruppe und sind ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor. Um jedem Schüler möglichst optimale Übungsbedingungen zu schaffen und um gleichzeitig die soziale Komponente des Umgangs miteinander zu trainieren, nimmt die Gruppen- und Partnerarbeit einen großen Teil unserer Unterrichtsarbeit ein. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass in einer Klasse von 30 Schülern bei Frontalunterricht jedes Kind im Schuljahr ganze 20 Minuten Englisch spricht und 20 Minuten im Schuljahr reichen ganz sicher nicht aus, um die Schüler zu der geforderten und geprüften Sprachbeherrschung in Klasse 12/13 zu führen. Selbst in sehr großen Klassen praktizieren wir gern und mit Erfolg verschiedene Formen der Gruppenarbeit. So kann es im Sprachunterricht schon mal turbulent und etwas lauter zugehen, aber ohne zu sprechen kann man eben eine Sprache nicht erlernen.

Selbstverständlich achten alle Fachlehrer insbesondere der neuen siebenten Klassen darauf, dass niemand zurückbleibt oder die Lust und den Mut verliert. Wir erteilen besonders im ersten Schulhalbjahr noch viele Motivationsnoten. In der Bewertung möchten wir uns nicht auf die Vergabe von Noten beschränken. In Übereinstimmung mit den Rahmenrichtlinien für das Fach Englisch schätzen die Kinder ihre eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten, ihre Fortschritte und Reserven in allen Bereichen in bestimmten Abständen selbst ein.
Bei all dem kann und soll nicht verschwiegen werden, dass es auch Schwierigkeiten beim Übergang in die 7.Klasse geben kann. Wie können Sie Ihren Kindern helfen, den beschriebenen Übergang besser zu bewältigen?
Um von vornherein einen möglichen Druck abzubauen, bieten wir schon in diesem Schuljahr Vorbereitungskurse für das Fach Englisch an.Anmeldeformulare

Bewährt hat sich auch eine Patenschaft größerer Schüler über die Schüler der 7. Klassen. Wichtig ist, dass Ihr Kind am Gymnasium lernen will, denn wie ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Man kann die Pferde nur zum Wasser führen, man kann sie nicht zum Trinken zwingen."

Klassenleitern und Fachlehrern ist die Zusammenarbeit mit Ihnen ganz besonders wichtig. So findet am Ende des laufenden Schuljahres eine Elternversammlung statt, auf der gemeinsam die Gestaltung des ersten Schultages besprochen wird. Der erste Schultag soll dazu dienen, die Kinder mit der neuen Schule, den Lehrern und neuen Mitschülern vertraut zu machen. So besichtigen wir gemeinsam die Schule, machen ein Erinnerungsfoto und erleben diesen Tag auf ganz besondere Weise. Wir bemühen uns, den Kindern eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen und haben dabei gewöhnlich auch große Unterstützung durch die Eltern unserer Schule. So wurden einige Klassenräume von Lehrern und Eltern gemeinsam renoviert, Gardinen genäht, kurz, den Räumen Freundlichkeit verliehen. Jeder weiß, dass auch die äußere Atmosphäre zum Wohlfühlen in der Schule beitragen kann. Wir hoffen, dass wir dazu beitragen konnten, einige Befürchtungen, die mit dem Übergang in die nächsthöhere Schulart verbunden sind, abzuschwächen bzw. auszuräumen. Falls Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Antje Karsten (Fachschaftsleiterin Englisch)