Wismar verbunden
Friedrich Ludwig Gottlob Frege
* 8. November 1848 in Wismar; † 26. Juli 1925 in Bad Kleinen
Gottlob Frege war Mathematiker, Logiker und Philosoph. Er besuchte die Große Stadtschule in Wismar, an der er 1869
die Reifeprüfung ablegte. Frege war seiner Zeit weit voraus. Heute wird er weltweit als einer der bedeutendsten
Logiker aller Zeiten angesehen. Freges
"Begriffsschrift" (Link zu Wikipedia)
aus dem Jahr 1879 gilt als die wichtigste Veröffentlichung im Bereich der Logik seit Aristoteles.
Seine Heimatstadt würdigte ihn offiziell erst spät.
Von 1984 bis 1992 hieß der Turnplatz Gottlob-Frege-Platz.
Seit 1992/93 ist die Professor-Frege-Straße in der Nähe des Philosophenwegs nach ihm benannt.
An der Stelle seines Geburtshauses erinnert seit 1998 am Haus Böttcherstraße 2a
eine Gedenktafel (Link zu http://www.wi.hs-wismar.de/~Fregec/HausFrege.jpg) an ihn.
Die
Grabstätte von Gottlob Frege
(Link zu http://www.wi.hs-wismar.de/~laemmel/Sonstiges/Frege/GrabFrege.jpg)
befindet sich auf dem Ostteil des Alten Friedhofs (Eingang von der Schweriner Straße) in der Nähe der
Martenskapelle.
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Lebenslauf (bei Wikipedia) |
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Friedrich Ludwig Gottlob Frege (Artikel von Gerhard Lischke, erschienen in DIE WURZEL, Heft 9/1984 über http://www.wurzel.org) |
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Lothar Kreiser: Gottlob Frege: Leben - Werk - Zeit. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 2004. (Link zu Google bücher)
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Gottlob Frege: Begriffsschrift - Eine der arithmetischen nachgebildete Formelsprache des reinen Denkens.
Halle, Verlag von Louis Nebert, 1879. (Link zu http://www.scribd.com)
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Gottlob Frege: Funktion - Begriff - Bedeutung/hrsg. von Mark Textor.
Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht, 2007 [2002]. (Link zu Google bücher)
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Gottlob Freges Briefwechsel mit D. Hilbert, E. Husserl, B. Russel, sowie ausgewählte Einzelbriefe Freges/
hrsg. von Gottfried Gabriel. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1980. (Link zu Google bücher)
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Friedrich Christoph Dahlmann
* 13. Mai 1785 in Wismar; † 5. Dezember 1860 in Bonn
Friedrich Christoph Dahlmann war ein herausragender deutscher Historiker und Staatsmann.
Er besuchte die Große Stadtschule und studierte anschließend Philologie u. a. in Kopenhagen.
1810 promovierte er in Wittenberg.
Dahlmann war Wortführer der
"Göttinger Sieben" (Link zu Wikipedia).
Diese Gruppe von Professoren protestierte 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover.
Ihre Mitglieder wurden deshalb entlassen und teilweise des Landes verwiesen. Der Schritt der
"Göttinger Sieben" förderte
eine liberale Gesinnung in Deutschland. Wenige Jahre später war Dahlmann Mitautor der Paulskirchen-Verfassung von 1848.
Eine Dahlmannstraße gibt es heute in vielen deutschen Städten - auch in Wismar.
Anton Johann Friedrich Haupt
* 18. September 1800 in Wismar; † 22. November 1835 in Wismar
Anton Johann Friedrich Haupt bestand 1817 die Reifeprüfung an der Großen
Stadschule. Im gleichen Jahr begann er ein Jurastudium in Jena und nahm begeistert
am ersten Wartburgfest der Burschenschaften teil. Zum Bürgermeister in Wismar wurde er
1826 gewählt. In diesem Amt setzte er viele Reformen durch. Die Ersparnisanstalt
(die spätere Sparkasse), das erste städtische Krankenhaus am Schwarzen Kloster
und der städtische Friedhof vor den Toren der Stadt gehen auf ihn zurück.
Als landesherrlicher Kommissar setzte er sich für Reformen in der Verbesserung des
Armenwesens ein. In Wismar erinnert heute die Bürgermeister-Haupt-Straße an ihn.
Karl Wilhelm Heinrich Friedrich Scharfenberg
* 3. März 1874 in Wismar; † 5. Januar 1938 in Gotha
Karl Scharfenberg war ein deutscher Eisenbahningenieur. Er meldete 1903 ein Patent auf eine "Mittelpufferkupplung mit Öse und
drehbarem Haken als Kuppelglieder" an. Zahlreiche Todesfälle beim Aneinanderkuppeln von Waggons oder Loks und
Waggons gaben bei Karl Scharfenberg den Ausschlag, eine "sichere Kupplung" zu bauen. Das Prinzip hat sich bis in die Gegenwart
bewährt. Die automatische Mittelkupplung, heute Scharfenbergkupplung genannt, ist in fast allen
modernen Triebzügen in Deutschland anzutreffen, darunter auch in allen ICE-Baureihen.
Sella Hasse
* 12. Februar 1878 in Bitterfeld; † 27. April 1963 in Berlin
Sella Hasse lebte von 1910 bis 1930 in Wismar.
Sie war Malerin und Grafikerin. An der Berliner Akademie studierte sie bei Lovis Corinth.
Sie ist vor allem wegen ihrer expressiven Grafiken und Holzschnitte aus der Welt der Arbeit bekannt.
Seit einer ersten Begegnung im Jahr 1912 war sie
Käthe Kollwitz ein Leben lang verbunden. 1937 wurden Sella Hasses Werke als entartete
Kunst verfemt. In ihrer Wahlheimat Wismar befindet sich auf dem Neuen Friedhof
ihre Grabstätte.
Otto Steinfatt
* 9. Februar 1908 in Jamel; † 1. Mai 1947 auf dem Weg nach Schwerin
Otto Steinfatt war ein bekannter Ornithologe. Ostern 1925 kam er zur Oberrealschule nach Wismar.
Ostern 1928 erhielt er in Wismar das Zeugnis der Reife. Danach studierte er in Freiburg im Breisgau
Naturwissenschaften, vor allem Biologie. Nach dem 2. Weltkrieg lebte er in Wittenförden.
Dort ist heute eine Schule nach ihm benannt.
Robert Lansemann
* 24. Juli 1908 in Wismar; † 19. April 1951 in Schwerin
Nach dem Abitur 1927 am Gymnasium der Großen Stadtschule studierte Robert Lansemann
Theologie in Münster. Er verfaßte eine viel beachtete
Dissertation über die Heiligentage in der
Reformationszeit . 1936 wird er für die
Bekennende Kirche
ordiniert. Die ablehnende Haltung der deutschchristlichen Kirchenleitung in
Mecklenburg gegenüber Robert Lansemann ist daher nicht unverständlich. Erst 1943
kommt es zur endgültigen Anstellung an der Heiligen-Geist-Kirche in Wismar. Seine unerschrockene
Haltung gegenüber den Mächtigen bewahrte er sich auch nach 1945.
Im Dezember 1950 wurde er verhaftet und starb unter bis heute ungeklärten Umständen
1951 im
Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes am Demmlerplatz in Schwerin. Seine Rehabilitation erfolgte 1995
durch den Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation. Ein Gedenkstein auf der
Grabanlage des Geistlichen Ministeriums auf dem Neuen Friedhof in Wismar erinnert seit 1994
an Robert Lansemann.
Carl Schlettwein
* 5. Februar 1925 in Schwerin; † 21. Januar 2005 in Basel
Carl Schlettwein besuchte von 1935 bis 1943 die Große Stadtschule in Wismar. Nach Kriegsdienst
und Gefangenschaft studierte er in Kiel Nationalökonomie. Um das Studium zu finanzieren, schreibt
er: "Habe im Bremer Hafen als Scheuermann gearbeitet, war Weihnachtsmann, Spediteur und noch vieles andere."
Dann zog es ihn nach Südwestafrika. "Auch hier wieder die
verschiedensten Jobs: Verkäufer von Autos, Werkzeugen, Geschirr, dann Verkaufsmanager und später
Leiter einer Fleischfabrik, dann Übernahme von Überseevertretungen für Bademäntel, Stoffe,
Souvenirs und anderes mehr - ein fürchterliches Sammelsurium", wie er berichtet. Er fing an, Literatur
über Afrika zu sammeln, und legte den Grundstock zur späteren Bibliothek. Mit dem Wachsen
der Sammlung und wissenschaftlichem Austausch gelangten die 1971 gegründeten "Basler Afrika Bibliographien" zu
hoher internationaler Anerkennung. 1997 ehrte die Universität Basel Carl Schlettwein für sein Werk mit der
Ehrendoktorwürde.
Karl-Henning Seemann
* 13. März 1934 in Wismar
Karl-Henning Seemann ist ein deutscher Bildhauer und Zeichner. Nach dem Abitur 1953 studierte
er zunächst an der Hochschule für Bildende und angewandte Künste in
Berlin-Weißensee, danach bis 1959 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg.
Von 1974 bis 1999 war er Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Professor Karl-Henning Seemann wurde insbesondere durch seine Skulpturen und
Brunnen bekannt.
Zu seinem künstlerischen Anliegen schreibt er:
"Bei bildhauerischen Aufgaben, z.B. im öffentlichen Raum, kommt es auf
alles an, und auf alles zugleich. Der große räumliche Zusammenhang mit
der Architektur, dem Städtebau oder der Landschaft muss aus allen Richtungen
so zwingend hergestellt sein, dass die plastische Arbeit aus keiner
Sicht schwimmt, beliebig herumsteht oder ohne Schaden verändert werden
könnte; sie muss aus großer Entfernung als klares Zeichen wirken und
darf beim Näherkommen nicht an Spannung verlieren... Das gleiche gilt für
das Umschreiten der Plastik. Sie sollte nicht nur eine Schokoladenseite
haben, sondern von allen Seiten Neues bereit halten und aus der nächsten
Nähe im Detail immer noch nicht Langeweile verbreiten. Sie sollte ihren inneren
Rhythmus auf den Betrachter übertragen, wenn er sie umschreitet.
Ihr Thema sollte etwas mit ihrem Standort zu tun haben. Sie sollte in ihrer
Form identisch mit ihrer Botschaft sein."
Im oberen Flur der Großen Stadtschule "Geschwister-Scholl-Gymnasium" ist
seit dem Jahr 2002 eine von Professor Seemann gestaltete Gedenktafel für
die Geschwister Scholl angebracht.
Lebenslauf und Werke (bei Wikipedia)
Credo (über http://www.k-h-seemann.de/)
Rosemarie Wilcken
* 16. Juni 1947 in Wismar
Rosemarie Wilcken besuchte die Erweiterte Oberschule Geschwister Scholl bis 1966. Sie studierte
Medizin, promovierte und war bis 1990 als Ärztin tätig. Seitdem ist sie Bürgermeisterin
der Hansestadt Wismar. “Veränderungen geschehen nur,
wenn man nicht nur redet, sondern anpackt”, ist ihr Motto. 1999 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz
am Bande verliehen.
Lebenslauf (bei Wikipedia)
Stefan Maelck
* 1963 in Wismar
Stefan Maelck ist seit 1994 freier Publizist und Radiomoderator, Schwerpunkt Literatur und Popmusik.
1982 hat er die Abiturprüfung in Wismar abgelegt.
Lebenslauf (bei Wikipedia)
Homepage von Stefan Maelck (Internetseiten http://www.osthighway.de)
Auch aus Wismar ?
Klaus Störtebeker
* um 1360/1370; † 20. Oktober 1401 auf dem Grasbrook bei Hamburg
Im Wismarer Buch der Ächtungen ("liber proscriptorum"), das Ausweisungen aus der Stadt und andere Strafen
dokumentiert, wird Klaus Störtebeker vermutlich erstmals erwähnt. Nach einem Vorfall 1380 wurden zwei Männer der
Stadt verwiesen. Sie hatten einen Nicolao Stortebeker verprügelt, wahrscheinlich den späteren Kaperfahrer.
"Gottes Freund - Aller Welt Feind", war der Wahlspruch seiner
Vitalienbrüder.
Klaus Störtebeker
(bei Wikipedia)
Störtebeker-Festspiele
(bei Wikipedia)
Vitalienbrüder
(Internetseite von Bernhard Keller über http://www.bernhardkeller.de)
Auch in Wismar
Friedrich Wilhelm Voigt
* 13. Februar 1849 in Tilsit; † 3. Januar 1922 in Luxemburg
Nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus Rawitsch arbeitete Friedrich Wilhelm Voigt auf Vermittlung des Anstaltspfarrer Brenner
vom 23. Februar bis zum 21. Mai 1906 beim Hofschuhmachermeister Hilbrecht in Wismar in der Lübschen Straße 11.
Er mußte die Stadt verlassen, weil er aus dem Großherzogtum Mecklenburg - Schwerin ausgewiesen wurde.
Am 16. Oktober 1906 zog er als Hauptmann von Köpenick in das Rathaus
der damals noch nicht zu Berlin eingemeindeten Stadt.
Hauptmann von Köpenick
(bei Wikipedia)
Persönlichkeiten der Stadt Wismar
(bei Wikipedia)
Wismarer Persönlichkeiten
(bei http://www.wismar.de)
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